Blog – News – Surfspots – Service
Blog – News – Surfspots – Service

Womotour nach Tarifa

Samstag 25.12 und Sonntag 26.12

So, am Samstag ging es morgens um halb Acht los. In der Nacht zum 25´sten kam bei mir noch ´ne nette Erkältung mit Kopfschmerzen durch. Fing also gleich gut an mit dicken Kopf Kilometer runterzureißen. 70 Km südlich von Paris sind wir auch dann promt in die heftige Sturmfront (Sturmtief Lothar) geknallt die am 25´sten durch Frankreich nach Deutschland gedonnert ist. Wir sind mit nur noch 35-40Km/h bei kübelweise Regen und heftigsten Seitenwind über die Landstraße gekrochen. Zum Glück war die Karre voll beladen (ca.2,8t) mit einer seitlichen Kränkung, daß es einem mulmig wurde. Die Surfbretter hatten wir zum Glück im Hochdach, so daß der Dachträger leer war. Naja , nach ca. 20 Minuten waren wir durch, dann war es nur noch etwas windig und zeitweise regnerich. Nachts gegen 01:00 Uhr waren wir dann in Biarritz und haben uns dann erst mal bis 09:00 Uhr auf´s Ohr gelegt. Dann ging es weiter nach Spanien rein. Abends gegen 23:00 Uhr waren wie dann endlich in Tarifa. Unser Campingplatz war ziemlich voll, haben aber noch ein Plätzchen bekommen und dann erst mal richtig gut geschlafen. Insgesamt waren es 31 Stunden reine Fahrzeit.

199901_tarifa_map_tarifa

Montag 27.12

Unser erster Urlaubstag fing direkt mit Poniente und bedeckten Himmel an. Zuerst bin ich mit meinem 268er Tiga und 5qm am Campingplatz rausgeganngen, abends dann noch mit den 254er Tiga und 5qm und ´ner netten kleinen Welle die gar nicht weh tat. Unser Platznachbar hat es trozdem geschafft sich einen Mast zu knacken. Für den ersten Surftag waren das angenehme Bedingungen und gar nicht kalt.

Dienstag 28.12

Regnerich und nicht so viel Wind. Wir waren nicht auf dem Wasser Die Anderen waren mit 5,5-6qm draußen.

Mittwoch 29.12

Südwind und Regen mit ´ner netten Brandung bis 2m und genug Wind für den 254er und das 5er Segel. Es war sehr schwer raus zu kommen, weil der Wind genau auflandig war. Draußen war dann noch mal eine bis zwei Windstärken mehr und mächtig hohe Dünung mit viel Kabbelwasser. Reinfahren war noch schwieriger, weil man irgendwie ja die Höhe wegkriegen mußte , dann noch den Schub der Wellen hatte und das ganze bei full Speed und völlig überpowert. War ganz nettes Brandungstraining. Den Tag sind am Campingplatz 2 Masten, 1 Gabel und ein Segel geschrottet worden. Marcus ist mit seiner Finne voll vor einen Felsen gedonnert. Glück gehabt, nur einen Knatsch an der Finne. So kannten wir eigentlich Tarifabedingungen aus unseren ersten Tarifaurlaub ´96/´97.

Donnerstag 30.12

Sonne und Levante. Spotwechsel in die Nachbarbucht Bolonia. Nette kleine hamlose Welle (bis 1,5m) und sehr böiger Wind, schlagartig wechselnd zwischen 4-8Bft. Das Trapez war eigentlich nur zur Zierde, trotzdem hat das Surfen bei der Sonne Spaß gemacht. Den ganzen Nachmittag flog ein Rettungshub-schrauber draußen herum. Wie wir Abends erfuhren ist wohl ein Surfer vermisst worden, der wohl nicht mehr gefunden wurde. Bei Levante geht es nun mal mit Vollgas ab auf den Atlantik. Danach sind wir ein wenig vorsichtiger geworden und haben uns immer unser Nico-signal, Ersartzmastfuß und Tampen in einem Gürtel- täschchen mitgenommen (besser ist es).

Freitag 31.12

Sonne und Levante. Bis 17:00 sind wir am Camping mit 4.0 und den kleinen Brettchen gefahren. Im Uferbereich war es zwar etwas mager , aber draußen ging es dann voll ab. Nach 17:00 Uhr bin ich noch mit dem 5er bis Sonnen- untergang (18:30 Uhr) ganz entspannt gedüst. War ein schöner Jahresabschluß. Danach haben wir im Womo lecker Abend gegessen. So mit Käse, Oliven, Peperoni, eingelegten Paprika, Eiern, Champions, Schrims, Surimi, Ciabatta, Sekt usw. Halt ´ne nette Tafel aufgebaut bevor es dann gegen 21:30 Uhr ´gen Tarifa ging. Dort ging es zu erst ins Mobby Dick ´ner netten kleinen Surferkneipe auf ein paar gemütliche Bierchen mit Surfvideos im Hintergrund in netten Ambiente. Gegen kurz vor 24:00 Uhr ging es dann Richtung Kirche. Dort vor der Kirche und der Straße versammeln sich dann fast alle um das neue Jahr mit reichlich Sekt zu begrüßen. So gegen 00:45 leert sich der Platz dann langsam wieder und alles zieht in die Altstadt, so wie wir dann auch. Dann sind eher die Music- oder Tanzkneipen angesagt. Wir zogen dann noch durch einige dieser Kneipen, danach wollten wir eigentlich noch in´s Tanakas (eine Disco die erst gegen 02:00 öffnet), aber der Eintritt war uns dann doch zu teuer. War auch eh genug in den anderen Kneipen los. So gegen 04:30 haben wir uns dann langsam zu viert Richtung Campingplatz auf die Socken gemacht. Unser Taxi (andere Surfer vom Camping) hatten es nur bis 02:00 Uhr gemacht und somit war eine kleine Neujahreswanderung Richtung Torre de la Pena 1 angesagt (ca.7km). Taxis haben wir nirgentwo gesehen. Haben aber noch ein wenig Glück gehabt, auf halben Weg konnten wir doch noch ein Taxi erhaschen was gerade wieder leer in die Stadt wollte. Somit waren wir dann so um 05:30 Uhr wieder am Camping. Die Neujahrswanderung hatte wenigstens einen Vorteil. Man war wieder einigermaßen nüchtern und ist morgens nicht mit dickem Kopf aufgewacht, lediglich mit einen unheimlichen Brand. Draußen ging es voll ab und das bei supi-schönen Wetter.

199901_tarifa-40 199901_tarifa-39 199901_tarifa-38 199901_tarifa-37 199901_tarifa-36 199901_tarifa-35 199901_tarifa-33 199901_tarifa-34 199901_tarifa-32 199901_tarifa-31 199901_tarifa-30 199901_tarifa-29 199901_tarifa-28 199901_tarifa-27 199901_tarifa-26 199901_tarifa-25 199901_tarifa-24 199901_tarifa-23 199901_tarifa-22 199901_tarifa-21 199901_tarifa-20 199901_tarifa-19 199901_tarifa-18 199901_tarifa-17 199901_tarifa-16 199901_tarifa-15

Samstag 01.01

Oh Neujahr, natürlich mit Sonne und Levante. Ab 13:30 Uhr waren wir dann wieder mit den kleinen Brettchen und diesmal 4,5qm draußen. Segel war flach gezogen und ordentlich loose Leach drin. Draußen ging es voll ab und das bei supi-schönen Wetter.Das war genau der richtige Jahresbeginn…..jippiiii

Sonntag 02.01

Wie soll es anders sein, natürlich auch wieder Sonne und Levante. Ab 12:30 Uhr wieder mit den Kleinen Brettchen und 4,5qm draußen. Einem Surfer ist draußen sein Fanatic Fly in zwei Teile gebrochen (Krankheit vom Fly). Unser Platznachbar hat sofort die Seenotrettung gerufen und eine Surferin ist draußen geblieben. Klappte auch ganz gut 1,5 Stunden später war dann der Surfer samt seinen Rigg im Hafen von Tarifa. Die Rettungsaktion hat nix gekostet, es ist aber üblich dann eine kleine Spende zu entrichten. Der Surfer hat dann 5000Pts (knapp 60DM) gespendet.

Montag 03.01

Sonnig, warm und Levante. Nachmittags bin ich mit meinem 268er und 6er Segel ein wenig fräsen gegangen.

Dienstag 04.01

Bedeckt, kühl und leichter Levante (2-3Bft.). Wir waren nicht auf dem Wasser.

Mittwoch 05.01

Sonne und Levante. Surfen ab 14:00 Uhr mit 268er und 6qm. Angenehmes easy surfing bei 4Bft.

Donnerstag 06.01

Sonne und Levante. Am frühen Nachmittag sind wir auf nach Bolonia und bis 17:00Uhr bei wunderschönen Wetter und knapp 20°C mit den kleinen Brettchen und den 5qm Wellen haschen gefahren. Die waren bis zu 1,5m hoch und recht hamlos. War richtig schön, fast wie Sommer, und das Anfang Januar.

Freitag 07.01

Sonne und ordentlich Levante. Wir waren an der Düne. Ich war nicht auf dem Wasser, weil mich meine Erkältung doch ganz gut quälte und ich mal einen Tag pausieren wollte. Marcus ist erst mit 3.3qm raus. Alle waren mit 3,5qm volle Ölle am düsen, bloß Marcus spielte U-Boot. Sein 3,3er ART wave-extrem brauch halt noch mehr Wind (kaum zu glauben aber wahr). Danach hat er 4,2qm aufgebaut und war dann völlig überpowert. Ich habe mich auf´s Fotografieren beschränkt. Direkt vor meiner Nase mußte ein Segel und Mast Tribut an den Shorebreak nach einen schönen Wellenritt zahlen. Schitt häppens dachte sich dann wohl der Surfer, aber der Ritt war geil.

Samstag 08.01

Sonne und leichter Levante. Wir sind nachmittags mit dem Fahrrädern in die Nachbarbucht Bolonia geradelt wo ein Wave-Contest stattfand. Wellen waren da ab und zu bis zu 1,5m reingekommen. Die Fahrer sind fast alle mit kleinen Waveboards und ~5,5qm Wavesegeln gefahren. Raus zu sind sie nur gedümpelt haben auf ´ne Welle gewartet um beim Abreiten zu punkten. Komischer weise ist kein Fahrer mit einen der neueren Wave-Shapes (kurz und dick) rausgegangen, obwohl der Wind sehr schwächelte. Scheinbar sind die neuen Shapes doch nicht so heilbringend wie in der aktuellen SURF und SURFERS (01/2000) gelobt. Diese Fahrer müßten sie doch als Erste bei solchen Bedingungen einsetzen…hmm.

Sonntag 09.01

Heute mal Sonne mit leichten Poniente. Also dann am Camping mit dem 268er und dem 6er auf Wellenfang gegangen. Leider wurde ich von ´ner blöden Segeljacht mit Anglern eingefangen die genau durch den Spot gefahren ist. Ich habe nich mit der Finne in ca. 4-5 Angelschnüren verfangen und beim Versuch mich zu befreihen verfingen sich auch noch meine Beine und mein Mastfuß darin. Habe fast 10 Minuten gebraucht um mich und mein Board wieder zu entfitzen. Bei mehr Wind hätte das ziemlich gefährlich werden können (Beine verfitzt, Welle drüber, und Tschüss…), scheinbar muß man wohl auch noch ein Tauchermesser mitnehmen, denn die Anglerschnüre kriegst Du nicht zerissen. Abgesehen von dieser Aktion war auch der Tag sehr angenehm zu surfen und ab und zu hat man auch mal ´ne schöne Welle erwischt.

Montag 10.01

Regnerisch und ablandiger Wind. Morgens war recht wenig Wind, nachmittags frichte er dann auf. Zwischen Tarifa und Dos Mares waren dann einige Surfer mit 5-6qm draußen um im spiegelglatten Wasser zu fräsen. Wir konnten uns aber nicht dazu entscheiden aufzubauen, denn es war schon 16:00 Uhr und recht kühl, regnerisch und böig.

Dienstag 11.01

Heiter bis wolkig und Levante. Wir sind am Camping raus mit dem 268er und 5er später dann mit 6er. Ein Surfer vom Camping ist draußen der Mast gebrochen. Er war so leichtsinnig das Rigg aufzugeben um das Ufer paddelnd zu erreichen. Nur bei Levante und der Strömung ist das äußert riskant. Die anderen vom Ufer haben ihn dann auch bald aus dem Auge verloren (trotz Ferngläsern). Dann wurde die Seenotrettung wieder mal gerufen. Er hatte Glück im Unglück, ein Kite-surfer und ein anderer Surfer vom Surfspot an der Düne (ca. 4km nördlicher) haben ihn weit draußen zufällig gefunden, als er schon völlig erschöpft, unterkühlt und von Krämpfen geplagt aufgeben wollte. Das war gerade mal 1,5 Stunden nach seinem Mastbruch. Er ist auch barfuß und mit Neo mit kurzen Armen auf dem Wasser gewesen. Beim Surfen war das warm genug, aber nicht wenn man schwimmen muß. Nach einer weiteren Stunde hatten die Beiden dann geschafft ihn ans Ufer zu schleppen. Also was lernen wir daraus, nicht das Segel ab machen bei ablandigen Wind, immer Leuchtraketen dabei haben, lieber etwas zu viel Neopren als zu wenig anziehen und wenn´s Wasser keine Badewannentemperatur hat besser warme Surfpuschen anziehen.

Mittwoch 12.01

Sonne und Levante. Wir sind auf zur Düne und mit dem 254er und 5qm auf´s Wasser. Die ersten 300m im Uferbereich war kaum Wind, nur vereinzelte heftige Böen. Draußen kachelte es ganz gut, war nur eine beschi~~ene steile Kabbelwelle beim Rausfahren. Reinzu war OK bis auf die letzen 300m vorm Ufer, wo man wieder U-Boot gespielt hat.

Donnerstag 13.01 und Freitag 14.01

Sonne pure – kein Wind. Nach dem Frühstück war packen angesagt und um 13:30 Uhr sind wir wieder gen Heimat aufgebrochen. Die ersten 500km bin ich gefahren dann Marcus 400km bis Burgos. Da waren wir dann gegen 23:30 Uhr. Ich dann wieder ca. 700km bis morgens 08:30 Uhr bis Poitiers (war recht heftig das Stück). Dann ist Marcus endlich wieder gefahren. Bei Paris wurden wir von der Polizei auf einen Rastplatz rausgeholt und Zollkontrolle war angesagt. War voll ätzent ca. 6 Polizisten auf unser Auto los uns Rausgeholt, recht grob und unfreundlich behandelt und mit mehreren Polizisten einzelen Verhört, obwohl wir nix zu verbergen hatten haben sie einen fast wie ein Verbrecher behandelt, die ganze Karre auf den Kopf gestellt, nix wieder eingeräumt und nachdem sie nix gefunden hatten, haben sie sich nicht mal Entschuldigt oder wenigstens eine gute Weiterfahrt gewünsch. Danach war ich so geladen..grrrrr. Ich hätt es ja verstanden wenn wir irgend etwas verbrochen hätten, aber dem war ja nicht so. Naja, das hat uns über 1 Stunde gekostet und ich bin dann ab der belgisch-französichen Grenze wieder gefahren. So gegen 20:30 waren wir dann wieder nach 31 stündiger Fahrzeit zu Hause.

Weitere Beiträge

 

Leave a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.